der rote faden

Jahrzehnte des Wohlstands führen dazu, dass sich die Bedürfnisse von Menschen immer weiter ausdifferenzieren. Während in Notzeiten nahezu alle das Gleiche suchen - Nahrung, Kleidung, eine Behausung - entwickelt sich in Wohlstandsgesellschaften ein facettenreicher Individualismus. Angesichts dieser Vielfalt von Wünschen und Anforderungen differenzieren sich auch die Märkte immer weiter aus (Beispiel Zeitschriftenmarkt: In den letzten 40 Jahren ist die Zahl der Special-Interest-Zeitschriften von 40 auf heute über 1000 angestiegen).

Händler stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe: Einerseits möchten sie einen möglichst großen Kundenkreis erreichen - andererseits stecken gerade jene Handelsformen, die „alle“ ansprechen sollen, seit Jahren in der Krise (Karstadt, Kaufhof...). Wie viel Differenzierung/Spezialisierung ist also wirtschaftlich tragfähig und erfolgversprechend?

Eine mögliche Antwort liefern die sozialen Typologien, die im Marketing immer stärker dazu dienen, Konsumentengruppen mit ähnlichen Bedürfnisbündeln oder Wertvorstellungen zu identifizieren. BUCHCONSULT arbeitet als Lizenzpartner mit zwei strategischen Zielgruppen-Werkzeugen:

  • Limbic® ist ein neurobiologisches Modell zur Beschreibung von Verhalten, das von Dr. Hans-Georg Häusel (Gruppe Nymphenburg AG) entwickelt wurde und heute in vielen Bereichen der Wirtschaft angewendet wird. Limbic®  macht transparent, warum Menschen unterschiedlich stark auf Außenreize, Angebote oder Darstellungen reagieren.

  • Sinus-Milieus® beschreiben gesellschaftliche Subkulturen, die sich jeweils durch ein bestimmtes Werteportfolio unterscheiden.

Beide Verfahren dienen dazu, Gruppen zu identifizieren, deren Mitglieder sich jeweils ähnlich verhalten. Mit ihrer Hilfe lassen sich also Gemeinsamkeiten von Menschen erkennen und beschreiben, die über alle Differenzierung hinweg in einer „sozialen Subkultur“ miteinander verbunden sind. Wenn Sie es als Aufgabe des stationären Handels begreifen, Menschen das zu bieten, was sie Online kaum erzielen können, dann ermöglicht die Kenntnis der Wertewelten von Zielgruppen den kreativen Sprung in die Zukunft des stationären Handels.

Zuviel des Guten kann wunderbar sein!

Mae West